Obwohl der Club auf einige Spieler wie zum Beispiel Benjamin Ufnowski, Torsten Jäckel, Gerd Stodiek, Marek Strzelecki oder Christoph Rogosch verzichten musste, machten 18 Feldspieler die Reise in die Elbmetropole mit. Das zeigt, dass der Club einen in der Breite sehr gut besetzten Kader besitzt. Das Tor hütete Sven Gall.
Die Aufgaben waren vor dem Spiel klar verteilt: Die Devils mussten mindestens einen Punkt holen, um FASS Berlin von Platz vier zu verdrängen, mit zwei Punkten wäre der Play Off-Platz sicher gewesen. Für den Club ging und, ohne große Geheimnisse zu verraten, geht es weiterhin um Platz 2. Aber auch nur, wenn aus den letzten zwei Spielen vier Punkte geholt werden und Fortuna Leipzig sein letztes Spiel gegen die Eislöwen Dresden verliert.
Entsprechend verlief das Spiel. Beide Teams lieferten sich einen Kampf um jeden Zentimeter Eis, zeigten aber auch einige gute Spielzüge. Das bessere Team aber war der Club. Bei Dresden lief nicht viel zusammen. Bereits nach 125 Sekunden nutzten die Berliner ihr erstes Überzahlspiel zum 0:1 durch Peter Gräber. Es half den Berlinern aber wenig. Zwar versuchten sie die Devils früh zu stören, waren aber zu weit weg vom Gegner. Außerdem bekamen die Abwehrspieler den gut aufgelegten Dresdner David Frömter nicht in den Griff. Ein weiterer auffälliger Dresdner, nämlich Martin Rost, erzielte nach acht Minuten den 1:1 Ausgleich. David Frömter brachte die Gastgeber dann sogar mit 2:1 in Führung (17.).
Mit Beginn des 2. Drittels klappte das Unterbrechen der gegnerischen Angriffe beim Club besser. Auch David Frömter war nun nicht mehr zu sehen. Dennoch hatten beide Teams ihre Tormöglichkeiten. Doch nicht nur Sven Gall hatte einen guten Tag erwischt, auch sein Pendant auf der anderen Seite, Devils-Goalie Felix Böhme, verhinderte immer wieder Gegentore. Da beim Spiel Fünf gegen Fünf kein Tor fallen wollte, mussten eben Unterzahlspiele herhalten. Sebastian Grundmann (25.) und Jacob Schindler (37.) trafen bei einem Mann weniger auf dem Eis und sorgten für eine 2:3 Pausenführung.
Im letzten Drittel versuchten die mit 11 Feldspielern angetretenen Gastgeber noch einmal alles, um einen Punkt zu gewinnen. Wenig hilfreich war dabei das 2:4 für den Club durch Gregor Wemken (46.). Die Dresdner kämpften aber weiter und wurden mit dem 3:4-Anschlusstreffer belohnt. Gut acht Minuten vor dem Ende konnte David Frömter ein letztes Mal der Berliner Abwehr ein Schnippchen schlagen. Mehr gelang den Gastgebern aber trotz aller Bemühungen nicht. Trotz des intensiven Einsatzes beider Teams hatten die Schiedsrichter keine Probleme mit dem Spiel. Hierfür ein Kompliment an alle Beteiligten.
Der Sieg für den Club geht völlig in Ordnung. Auffällig ist, wie gut sich die zur Mannschaft gestoßenen Juniorenspieler in das Team integriert haben. Drei Tore erzielten sie in diesem Spiel, auch in anderen Spielen haben sie nicht nur ihre Scorerqualitäten unter Beweis gestellt. Und spielerisch sind die Jungs ebenfalls eine Bereicherung für das Team.
Und was die Liga beziehungsweise die nun folgenden Play off angeht: Dresden ist raus aus dem Rennen, FASS doch noch dabei. Zwar könnte Bad Muskau auch noch auf 15 Punkte kommen und mit den Weddingern gleichziehen, der direkte Vergleich geht aber an die Jung-Akademiker. Der Club kann sogar noch, wie oben erwähnt, Platz 2 erreichen. Das letzte Heimspiel der Vorrunde steigt am Sonntag, dem 14.02.10 um 16:00 Uhr im Welli.
Schiedsrichter: Dinter, Gräfe Strafen: Devils 18, Club 22
Tore:
02:02 0:1 Gräber (Pohland) 4-5 07:25 1:1 Rost (Sindelar) 5-4 16:58 2:1 Frömter (Rost, Husler)
25:00 2:2 Grundmann (Wünsche, Windler) 5-4 36:37 2:3 Schindler (Windler, Wünsche) 5-4
45:47 2:4 Wemken (Papproth, Pohland) 4-5 52:13 3:4 Frömter (Sindelar, Kunz)
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