Und den Hamburgern war nicht einmal das Glück hold. Obwohl Freezers-Angreifer Maximilian Brandl beim Warm-up eine Scheibe zerschossen hatte, waren die Scherben wohl eher kein Glücksbote.
Eiskalt waren die Berliner auch im ersten Drittel gegen die tapfer kämpfenden Freezers. Die konnten zwar nach einer recht ausgeglichenden Anfangsphase in Führung gehen (Francois Fortier überwand im Powerplay Bären-Torhüter Rob Zepp), die Eisbären-Antwort kam allerdings zügig. Richie Regehr, der zuvor noch beim Gegentreffer auf der Strafbank schmorte, konnte 82 Sekunden später eine Antwort finden, in dem er den Ausgleich erzielte. Weitere 49 Sekunden verstrichen, als André Rankel sogar die Führung parat hatte, 62 Sekunden nach diesem Treffer entnervte dann Sven Felski Freezers-Goalie Robert Goepfert mit dem 3:1 weiter. Für Freezers-Trainer Paul Gardner die Schlüsselszenen. Aufgegeben hat dadurch der US-Amerikaner Goepfert aber nicht.
Ganz im Gegenteil, denn mit seinen Paraden, gepaart mit der aufkommenden Nachlässigkeit des Berliner Spiels, kamen die Hamburger zum zweiten Drittel wieder zurück in die Partie. Endeffekt davon war der 2:3-Anschlusstreffer durch Clark Wilm. Und das noch nicht einmal unverdient. Aber auch nach dem zweiten Gästetreffer hatten die Berliner, in Form ihres Urgesteins Sven Felski, wieder eine passende Antwort parat. Der klinkte, mit seiner Routine von nunmehr 802 DEL-Spielen fünf Minuten vor Ende des Mittelabschnitts zum 4:2 ein und mahnte in der darauffolgenden Drittelpause gleich zu mehr Konzentration seines Teams, was sie dann auch taten.
Dies aber eher defensiv, denn so richtige Tor-Szenen wollten sich nicht entwickeln. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Freezers nicht mehr viel entgegensetzen konnten. Kann schon vorkommen, wenn man gegen ein so dominantes Team wie die Eisbären spielt.
Die Eisbären spielen am kommenden Dienstag bei den Hannover Scorpions und müssen dabei auf Alexander Weiß und Frank Hördler (verletzt), sowie Sven Felski, André Rankel und TJ Mulock (Olympia) verzichten. Für sie sollen Patrick Pohl sowie Alexej Dmitriev von den Eislöwen Dresden den Kader ergänzen. Im Tor wird wohl Kevin Nastjuk seinen ersten Einsatz für die Berliner bestreiten. Der Einsatz von Kapitän Steve Walker ist noch fraglich.
Tore: 11:30 0:1 Fortier F. (Barta A.), PP1 12:53 1:1 Regehr R. (Friesen J., Ustorf S.), PP1 13:42 2:1 Rankel A. (Mulock T., Walker S.), EQ 14:45 3:1 Felski S. (Mulock T. J., Ustorf S.), EQ 24:28 3:2 Wilm C. (Aab V., Retzer S.), EQ 35:04 4:2 Felski S. (Braun C., Mulock T. J.), EQ
Torschüsse: Eisbären 27 (11,8,8) Hamburg 30 (6,15,9)
Strafminuten: Eisbären 6 (4,2,0) Hamburg 6 (2,4,0) + 10 Minuten Disziplinarstrafe (Ostwald)
Schiedsrichter: Steffen Klau
Zuschauer: 14.200
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