Trotzdem: Es war das erwartete enge Spiel zwischen dem Tabellenführer und dem aktuell Dritten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Bereits das erste Drittel wahr von einer Intensität beider Mannschaften geprägt, wobei die Wolfsburger spritziger wirkten. Der erste Treffer ging aber auf das Guthabenkonto der Gastgeber. Tyson Mulock konnte aus der Nahdistanz den Puck unter die Latte des Wolfsburger Tores einschiessen. Grizzly-Torwart Daniar Dshunussow dabei aber ohne Chance.
Die Gäste ließen sich darauf aber nicht lange bitten, den Spielstand gerechterweise zu egalisieren. Ken Megowan konnte im zweiten Nachsetzen Berlins Rob Zepp überwinden.
"Das Team wird gewinnen, welches die wenigsten Fehler macht!", gab Eisbären-Angreifer André Rankel im ersten Pausen-Interview vielen der 14.200 Zuschauern in der ausverkauften o2-World mit auf dem Weg in Richtung Erfrischungsstationen mit.
Die hatten zum Beginn des Mittelabschnitts gleich was zu jubeln. Zwar gab es erst ein „Oh“ als Eisbär Denis Pederson aus dem Winkel nur den Pfosten traf, Florian Busch konnte aber den abprallenden Puck noch zum effektiven Torschuss verwenden – 2:1. Und auch Rankel konnte sich kurz darauf in die Torschützenliste eintragen, als er seinen ehemaligen Eisbären Juniors-Kollegen zum 3:1 überwand.
Wahrscheinlich fielen nach diesen Minuten der absoluten Feld-Überlegenheit die Berliner in ein Gefühl der "Leichtigkeit des Seins", was aber durch die Wolfsburger schnell wieder geerdet wurde. Treffer durch Norm Milley sowie Jason Ulmer stellten schnell mit dem 3:3 das numerische Gleichgewicht wieder her. Doch kurz vor Drittelende kurvte Constantin Braun durch die Wolfsburger Verteidigung wie mit einem Messer durch die Butter fahren und schloss mustergültig unter die Latte zum 4:3 ab. Wolfsburgs Chefcoach Toni Krinnrt war danach stinksauer. "So naiv wie wir darf man sich nicht zu diesem Zeitpunkt präsentieren!"
Im letzten Abschnitt schien es fast wie eine kalte Dusche für die Wolfsburger, welche den fünten Eisbären-Treffer durch Stefan Ustorf (insgesamt jetzt 400 Scorerpunkte in der DEL) - nach einer eigenen heißen Angriffsphase vor dem Berliner Tor - schlucken mussten.
Aber wie sagte schon André Rankel: "Wer mehr Fehler macht, verliert das Spiel.". In diesem Fall waren es die Wolfsburger.
Tore: 10:27 1:0 Mulock T. (Rankel A., Degon M.), EQ 12:31 1:1 Magowan K. (Fischer C., Alavaara J.), EQ 21:08 2:1 Busch F. (Pederson D., Walker S.), EQ 26:27 3:1 Rankel A. (Mulock T., Felski S.), EQ 28:53 3:2 Milley N. (Hospelt K., Laliberte J.), EQ 30:48 3:3 Ulmer J. (Furchner S.), 4-4 39:35 4:3 Braun C. , EQ 51:15 5:3 Ustorf S. (Regehr R., Friesen J.), PP1
Torschüsse: Eisbären 25 (4,13,8) Wolfsburg 33 (15,11,7)
Strafminuten: Eisbären 10 (4,2,4) Wolfsburg 10 (2,2,6)
Schiedsrichter: Rick Looker
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