Die Oxford Blues traten vor dem Spiel in Berlin bereits in der Slowakei und der Tschechischen Republik an. Beide Spiele wurden verloren, also sollte gegen FASS wie im Vorjahr ein Erfolgserlebnis her. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als sich die Blues einen Goalie von FASS ausliehen, hatten sie diesmal mit Andy Peterson einen eigenen Torwart mit. Außerdem standen neun Feldspieler zur Verfügung. Für einen Schmunzler sorgte Oxfords Nummer 54, laut Homepage der Blues Rod "Lube" Lubbock, der beim Aufwärmen keine Eishockeyhose an hatte. Beim Spiel war die Ausrüstung dann aber wieder komplett. Warum der Spieler sich ohne Hose warm machte, ist nicht bekannt.
FASS trat mit drei Blöcken an, das Tor hütete Fabian Theil. Nicht dabei unter anderen die Topscorer Jules Marowski und Marco Leffelsender. Und dass die Berliner das Spiel unbedingt gewinnen wollten, merkte man den Spielern an. Die Blues aber wollten ebenfalls unbedingt gewinnen. Es entwickelte sich auch dadurch eine klasse Partie mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten. Beide Keeper wurden gut beschäftigt und zeigten eine gute Leistung in dem sehr intensiv geführten Spiel, das über die gesamte Zeit immer fair blieb. Ganze acht Strafminuten musste das gute Schiedsrichtergespann verteilen. Den ersten Treffer der Partie erzielten die Gäste. Rob Bradbury traf nach neun Minuten. Wolf-Dietrich Kindt sorgte für das 1:1 (14.). Mehr Tore ließen die beiden Goalies im ersten Drittel nicht zu.
28 Sekunden nach Beginn des 2. Drittels brachte erneut Wolf-Dietrich Kindt FASS erstmals in Führung. Diese hielt zwei Minuten, dann traf Parker Carney zum 2:2. Und es ging weiter hin und her. Jörg Müller schaffte das 3:2 für die Akademiker (30.), wieder hielt diese nur knapp zwei Minuten. Diesmal schaffte William Bruce im Powerplay den Ausgleich. Weitere zwei Minuten später führte wieder FASS. Tino Streidt sorgte für den 4:3 Pausenstand. Denn die große Chance zum Ausgleich für die Blues vergab David Puddicombe, der 15 Sekunden vor der Pause mit einem Penalty an Fabian Theil scheiterte.
Als Wolf-Dietrich Kindt mit seinem dritten Treffer in diesem Spiel FASS mit 5:3 in Führung brachte (43.), schien das Spiel entschieden. Aber die Blues gaben nicht auf. Auch brachen sie kräftemäßig nicht ein, was bei drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche auch kein Wunder ist. Also drückten die Engländer auf den Anschlusstreffer. Dieser gelang in der 57. Minute. Torschütze war William Bruce. Nun wurde es noch spannender. Oxford nahm 72 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit und danach den Goalie vom Eis. Mit Erfolg, 13 Sekunden vor dem Ende gelang wieder William Bruce der verdiente Ausgleich.
Einen Sieger hatte dieses Spiel nicht verdient. Dennoch musste ein Penaltyschießen über den Sieger der Partie entscheiden. Für FASS traf hierbei nur Alexander Kloster. Für die Gäste waren natürlich William Bruce und Julian de Hoog erfolgreich.
Die Blues gewannen also auch den zweiten Vergleich mit den Berlinern. Und sie würden gern zu einem dritten Vergleich nach Berlin kommen. Spaß gemacht hat es jedenfalls allen Beteiligten. Auch die Schiedsrichter wären dann gern wieder dabei, denn auch ihnen hat diese von ihnen gut geleitete Partie Spaß bereitet.
Schiedsrichter: Sauer, Schewe Strafen: FASS 4, Oxford 4 Tore: 08:21 0:1 Bradbury (de Hoog, Alkaitis) 13:38 1:1 Kindt (Connolly) 20:28 2:1 Kindt (Connolly) 22:16 2:2 Carney (de Hoog, Macholz)
29:13 3:2 Müller (Ritter) 30:59 3:3 Bruce 4-5 33:43 4:3 Streidt (Steffen) 42:24 5:3 Kindt (Connolly, Müller) 56:30 5:4 Bruce (Alkaitis, Carney) 59:47 5:5 Bruce (Bradbury) 5-6 60:00 5:6 de Hoog GWS
|