Freitag, den 02. Dezember 2011 um 23:37 Uhr Black Dragons Erfurt
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      Wer am Freitagabend den Weg in die Erfurter Eishalle gesucht hatte, wird das Kommen sicher nicht bereut haben. Trotz einem 5:6 nach Verlängerung im Spiel der Black Dragons gegen FASS Berlin, reichte der gewonnene Punkt, um wieder Tabellenführer der Oberliga Ost zu werden, da der bisherige Spitzenreiter Leipzig zu Hause gegen Chemnitz mit 4:8 patzte. Und so ganz nebenbei wurde das Spitzenspiel in Erfurt diesem Begriff in jeder Hinsicht gerecht.

        Von der ersten Minute an sahen die 789 Zuschauer ein schnelles, hochklassiges und actionreiches Spiel auf bestem Oberliga Ost – Niveau. Schnelles direktes Angriffsspiel mit Chancen auf beiden Seiten, zunächst aber noch ohne Zählbares. Die Berliner waren vor allem mit der ersten Reihe extrem gefährlich, Erfurts Verteidiger hatten sichtlich Mühe, Czajka, Schlenker und Veber halbwegs in den Griff zu bekommen. Dass das nicht immer gelang, zeigte das 0:1 in der 14. Minute und sollte sich bei allen anderen Berliner Toren ebenfalls beweisen.

        Doch auch die Erfurter konnten vor allem im Angriff Akzente setzen. Speziell das Überzahlspiel war brandgefährlich und noch im ersten Drittel nutzten die Black Dragons zwei numerische Überlegenheiten um das Spiel zu drehen.

         

        Nach der ersten Pause aber dann sofort der Dämpfer, nach 42 Sekunden war Veber zum zweiten Mal erfolgreich und konnte ausgleichen. Die Black Dragons aber waren um die Antwort nicht verlegen und schon 28 Sekunden später besorgte Vojcak die erneute Erfurter Führung. Diese hielt bis zur 29. Minute, dann war es Patrzek, der erneut ausgleichen konnte. 73 Sekunden dauerte es, bis die Black Dragons durch Kapitän Marcel Weise wieder in Führung gingen und diese auch bis zur nächsten Pause halten konnten.


        Die Berliner kamen mit viel Elan und dem sichtbaren Willen, das Spiel zu drehen aus der Kabine. Sie entfachten viel Druck und wieder schlug die erste Reihe der Gäste in der 44. Minute eiskalt zu. Erneuter Ausgleich und danach eine Chance nach der anderen auf beiden Seiten. Die Spannung war förmlich greifbar und in der 54. Minute kam der Schock für die Gastgeber. Roman Veber mit seinem dritten Tor und der Führung für die Gäste. Doch noch war das Spiel nicht zu Ende und Erfurt entwickelte jetzt jede Menge Druck. In einer Überzahlsituation gelang es Robert Vavroch dann tatsächlich, die Scheibe ins Berliner Tor zu bugsieren. Leider vermochte es Erfurt aber nicht, in einer weiteren anschließenden Überzahlsituation für den Sieg zu sorgen. 40 Sekunden dieser Überzahl wurden dann in die Verlängerung übernommen, die aber ungenutzt blieben. Kaum war FASS wieder komplett, fuhren sie einen Angriff und die Scheibe kam unter gütiger Mithilfe eines Erfurter Spielers an Kai Fischer vorbei ins Tor.
        Trotz der verlorenen 2 Punkte muss man den Black Dragons ein großes Kompliment für eine kämpferisch engagierte und spielerisch hochklassige Leistung gegen einen hervorragend spielenden Gegner machen. Immerhin blieb als kleiner Trost der Sprung an die Tabellenspitze, die am Sonntag dann in Halle verteidigt werden soll.

        1:0 Roman Veber (Vincent Schlenker, Patrick Czajka) 13:16
        1:1 Zbynek Marak (Überzahl-Tor) (Robert Vavroch) 16:09
        2:1 Zbynek Marak (Überzahl-Tor) (Oliver Otte, Robert Vavroch) 17:29
        2:2 - Roman Veber (Thomas Supis, Patrick Czajka) 20:42
        3:2 - Martin Vojcak (Sean Fischer, Sebastian Hofmann) 21:10
        3:3 - Fabio Patrzek (Vincent Schlenker) 28:49
        4:3 - Marcel Weise (Hannes Ulitschka, Sean Fischer) 30:02
        4:4 - Vincent Schlenker (Überzahl-Tor) (Christopher Scholz, Maximilian Faber) 43:21
        4:5 - Roman Veber (Vincent Schlenker, Patrick Czajka) 53:02
        5:5 - Robert Vavroch (Überzahl-Tor) (Zbynek Marak, Florian Brink) 57:17
        Overtime:
        5:6 - Christopher Scholz (Patrick Czajka, Vincent Schlenker) 0:47
        Zuschauer: 789
        Strafen: Erfurt 6 + 10 (Weise) FASS 14 + 10 (Patrzek)

        Akademiker siegen in der Verlängerung

        Roman Veber gibt mit 3 Toren beeindruckendes Comeback beim 6:5 n.V. gegen die Black Dragons Erfurt

        Im Spitzenspiel der Oberliga-Ost bei den Black Dragon Erfurt siegte das Team von FASS-Trainer Chris Lee mit 6:5 n.V. (1:2, 2:2, 2:1, 1:0). In einer fairen Partie, geprägt von hohem Tempo und reichlichen Torchancen, hatte keine Mannschaft es verdient, am Ende mit leeren Händen dazustehen, auch wenn die Berliner sicher gerne die 3 Punkte mitgenommen hätten. So konnten sich die Erfurter kurz vor dem Ende noch in die Overtime retten, in der dann aber die Berliner nach nur 47 Sekunden der Siegtreffer gelang. Passend zu diesem Spitzenspiel die hervorragende Leistung von Hauptschiedsrichter Roland Seckler

         

        Ohne die drei beruflich verhinderten Benny Hecker, Rick Giermann und Thomas Leibrandt, gingen die Akademiker ersatzgeschwächt in die Partie, allerdings ersetzt durch den nach langer Verletzungspause erstmals wieder auflaufenden Roman Veber, sowie die DNLer Feodor Boiarchinov und Jonas Schlenker. Nach dem ersten gegenseitigen Abtasten fanden beide Teams in ihr Offensivspiel und die Goalies mussten sich nicht über mangelnde Arbeit beklagen. In der 14. Minute dann der erste große Auftritt des 19jährigen Roman Veber. Nach hervorragender Vorarbeit von Vincent Schlenker und Patrick Czajka, versenkte er den Puck direkt zur ersten Führung Die Erfurter hielten aber dagegen und Erfurts Zbynek Marak brachte die Dragons mit zwei Überzahltreffern mit 2:1 in Führung, mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Pause.

        Das zweite Drittel begann mit einem Paukenschlag. Nach nur 42 Sekunden schlug es erneut im Kasten von Kai Fischer ein. Roman Veber startete einen Alleingang und glich zum 2:2 für die Berliner aus. Aber die Erfurter schlugen schon kurz danach zurück. Nun wurden wieder die Berliner aktiver. Den Drachen gelang es nicht sich abzusetzen, denn in der 29. Minute erzielte Fabio Patrzek nach Vorarbeit von Vincent Schlenker den erneuten Ausgleich. Wieder benötigten die Erfurter nur eine gute Minute, um mit einer knappen 4:3 Führung in die zweite Pause zu gehen. Im letzten Drittel weiterhin Torchancen hüben wie drüben, nun aber zeigten die Akademiker mehr Biss und Erfurt zollte dem hohen Tempo etwas Tribut. In der 44. Minute sorgte Vincent Schlenker für den 4:4 Ausgleichtreffer und Roman Veber brachte die Akademiker in der 54. Minute mit seinem dritten Treffer an diesem Abend mit 5:4 in Führung. In der Schlussphase wurde es auf dem Eis dann nochmal hektisch, da die Erfurter in Überzahl ein wahres Offensivfeuerwerk zündeten. Robert Vavroch brachte in dieser Phase in der 58. Minute mit seinem 5:5 Ausgleichtreffer die Erfurter Kartoffel-Halle zum Kochen. Mehr aber war für die Drachen trotz erneuter Überzahl, Christopher Scholz musste wegen Beinstellen auf die Strafbank, nicht drin. So ging es in die Overtime.

        Die Verlängerung begannen die Erfurter 40 Sekunden in Überzahl, aber Jimmy Hertel konnte alle Schüsse der Dragons blocken und den ersten Angriff der Akademiker vollendete der zwischenzeitlich von der Strafbank zurück gekehrte Christopher Scholz zum verdienten 6:5 Sieg für die Berliner.

        Am Sonntag in Niesky muss allerdings ein Miniaufgebot versuchen zu punkten, um den Kontakt zu den anderen Spitzenteams zu halten, denn neben den U 20 Nationalmannschaftsspielern Hertel, Supis, Haase und Schlenker werden auch Giermann (beruflich), Patrzek nach seiner dritten 10 Minutenstrafe und wegen Verletzung möglicherweise Faber fehlen.

        Christopher Scholz:

        Dieses Spiel war zurecht ein Spitzenspiel, da zwei Topmannschaften aufeinander trafen! Es ging hin und her, aber in der Verlängerung konnten wir uns durchsetzen. Eine gerechte Punkteverteilung.

         

         

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