Samstag, den 18. Februar 2012 um 08:50 Uhr Matthias Eckart - Hockeyweb
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      Obwohl die Eisbären die Gewissheit, dass ein Eishockeyspiel 60 Minuten dauert, im turbulenten Schlussabschnitt bei einer 5:0-Führung kurzzeitig vergaßen, durften sie nach der Schlusssirene erleichtert durchatmen und einen 7:4 (2:0, 2:0, 3:4)-Heimerfolg über die Krefeld Pinguine bejubeln. 14.200 Zuschauer in der ausverkauften o2 World waren Augenzeuge eines sehr unterhaltsamen DEL-Spiels geworden.

        „Obwohl wir heute gegen das derzeit heißeste Team der Liga gewonnen haben, bin ich auch sauer. Zur Mitte des Spiels kamen alte, schlechte Gewohnheiten wieder zum Vorschein“, blickte Eisbären-Chefcoach Don Jackson kritisch auf das zuvor Geschehene. Fünf Spiele in Folge hatten die Krefeld Pinguine zuletzt gewonnen und kehrten damit in den Kampf um die Play-off-Qualifikation zurück. Und auch im Spiel gegen die Eisbären starteten die Pinguine ein Comeback, als niemand mehr einen Pfifferling auf sie setzen mochte. Auf 5:0 waren die Hausherren nach Toren von Barry Tallackson (9.), Darin Olver (19.; 35.), Jonathan Sim (23.) und Laurin Braun (48.) bereits davon gezogen. Die Welle der Begeisterung schwappte darauf mehrfach durch die Arena. Nicht nur die Berliner Fans waren berauscht vom Auftritt ihrer Mannschaft, die Eisbären-Cracks selbst von sich offensichtlich nicht weniger. Es deutete rein gar nichts mehr darauf hin, dass die Gäste noch irgendetwas Beängstigendes für den Deutschen Meister zustande bringen könnten. Auch weil sich Blank, Pietta, Vasiljevs&Co bis dahin am stark haltenden Kevin Nastiuk im Tor der Eisbären die Zähne ausbissen.

        Doch plötzlich gelang den Rheinländern, was zuvor vielfach daneben ging: Boris Blank (54.; 56.), gar in Unterzahl Duncan Milroy (55.) sowie Andreas Driendl (57.) bestraften den verfrühten Jubelzug der Berliner mit dem 5:4-Anschluss. Die Pinguine waren nun dem Ausgleich deutlich näher, als die Eisbären ihrem sechsten Treffer. „Krefeld hat sehr gute Spieler und es ist nicht akzeptabel, was in diesen Minuten passierte. In den Play-off darf uns das nicht passieren“, gab sich Berlins Verteidiger Nick Angell hernach selbstkritisch. Erleichtert meinte er aber auch: „Wir haben dann aber Charakter gezeigt und die Maschine nochmal angeworfen.“ Chefcoach Don Jackson nahm nach dem vierten Krefelder Treffer eine überaus nötige Auszeit. Der Weckruf kam an und es war Nick Angell, der in der 59. Spielminute das 6:4 für die Hauptstädter markierte. Den Sack zu band Julian Talbot (60.) mit seinem Schuss ins inzwischen verwaiste Gäste-Tor. „Wir müssen über die vollen sechzig Minuten konzentriert bleiben“, mahnte Don Jackson zu guter Letzt, „insofern war dieses Spiel eine gute Lektion für die Play-offs.“

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        Letztes Saisonspiel
        11.03.2012 14:30
        Eisbären Berlin
         - 
        Kölner Haie
        Spiele gegeneinander:
        3 / 0 / 1 (S/U/N)
        • 11.03.2012 4:3 (h)
        • 28.02.2012 1:2 (a)
        • 23.12.2011 4:2 (a)
        • 21.10.2011 4:2 (h)
        Stand: 11.03.2012 [©]
        PATHWAY_MSG   StartD E LUnerwartete Spannung in Berlin
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